Offener Brief zu DNA-Analysen in der Forensik

OFFENER BRIEF ZU DNA-ANALYSEN IN DER FORENSIK

Prof. Dr. Veronika Lipphardt1, JProf. Dr. Anna Lipphardt2, Dr. Nicholas Buchanan1, Dr. Mihai Surdu1, Dr. Victor Toom3, Dr. Matthias Wienroth4, Anne-Christine Mupepele1, Cedric Bradbury,1 Prof. Dr. Thomas Lemke3

1 University College, Universität Freiburg
2 Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Universität Freiburg
3 Institut für Soziologie, Goethe Universität, Frankfurt/Main
4 Centre for Forensic Science, Northumbria University

Die Anwendung von DNA-Technologien in der Ermittlungsarbeit ist weder einfach noch trivial. Wer eine Ausweitung der polizeilichen Möglichkeiten in diesem Bereich fordert, sollte zunächst die Komplexität dieser Ermittlungsinstrumente zur Kenntnis nehmen: Sie birgt rechtliche, ethische und soziale Risiken, die jeden einzelnen Bürger treffen können.

Der Mord an einer Medizinstudentin hat die Freiburger Stadtgesellschaft in den vergangenen Wochen tief bewegt und verunsichert. Die Ermittlungen, vor allem der Fund einer DNA-Spur an der Leiche, haben Forderungen nach einer Gesetzesänderung provoziert: Neue DNA-Analysen sollten, so der Tenor bis in Regierungskreise, für Ermittlungen genutzt werden dürfen, um den Täterkreis hinsichtlich der geografischen Herkunft sowie der Haar-, Haut- und Augenfarbe einzugrenzen. „Offener Brief zu DNA-Analysen in der Forensik“ weiterlesen

Artikel: „DNA-Analysen: Wissenschaftler warnen vor Risiken“

 

„‚Ich habe nichts zu verbergen, also habe ich auch nichts zu verlieren‘: Diese Haltung sei weit verbreitet, wenn es um den Einsatz von DNA-Analysen in der Ermittlungsarbeit geht, meint Victor Toom, wissenschaftlicher Mitarbeit am Institut für Soziologie an der Goethe-Universität. Sollten in Zukunft jedoch neueste Erkenntnisse in der Genetik dazu beitragen können, Prioritäten in der Ermittlung zum Kreis der Verdächtigen bei einem Kapitalverbrechen zu setzen, dann könne unter Umständen ‚jeder zum Verdächtigen werden‘.“

So beginnt ein Artikel über useren offenen Brief, der in der Online-Zeitschrift der Goethe Universität Frankfurt veröffentlicht wurde.

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